Vitamin D3 und K2 werden häufig gemeinsam empfohlen. Doch warum eigentlich? Und was genau passiert im Körper, wenn beide Vitamine zusammentreffen? Diese Fragen beantwortet dieser Artikel – klar, wissenschaftlich präzise und ohne übertriebene Versprechen.
Wie Vitamin D3 und K2 zusammenwirken
Vitamin D3 erhöht die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm. Das ist gut – aber nur wenn das Kalzium auch an den richtigen Stellen landet. Genau hier kommt Vitamin K2 ins Spiel.
K2 aktiviert zwei entscheidende Proteine:
- Osteocalcin: bindet Kalzium in den Knochen und unterstützt die Knochenmatrix
- Matrix-GLA-Protein (MGP): verhindert, dass sich Kalzium in Arterienwänden und Weichgewebe ablagert
Ohne ausreichend K2 kann das durch D3 mobilisierte Kalzium an unerwarteten Stellen landen. D3 und K2 funktionieren als System – nicht als unabhängige Einzelstoffe.
Warum Vitamin D3-Mangel so verbreitet ist
Vitamin D3 wird in der Haut durch UV-B-Strahlung gebildet. In den Breiten Deutschlands und Österreichs ist das von Oktober bis April kaum möglich – der Sonnenstand ist zu flach. Dazu kommen Innenarbeit, Sonnenschutz und wenig Freiluftzeit.
Resultat: Ein erheblicher Teil der Bevölkerung ist in den Wintermonaten unterversorgt. Symptome eines niedrigen Vitamin-D-Spiegels können Müdigkeit, Muskelschwäche und eine erhöhte Infektanfälligkeit sein – häufig unspezifisch und nicht sofort mit einem D-Mangel in Verbindung gebracht.
Vitamin D3: Was es im Körper leistet
Vitamin D3 trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei, zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne, zur normalen Muskelfunktion sowie zur normalen Aufnahme und Verwertung von Kalzium und Phosphor. Diese Wirkungen sind EFSA-zugelassen und wissenschaftlich gut belegt.
Vitamin K2 (MK-7): Was es leistet
Vitamin K2 trägt zur Erhaltung normaler Knochen und zur normalen Blutgerinnung bei. Die Form MK-7 (all-trans Menachinon-7) hat eine deutlich längere Halbwertszeit im Körper als andere K-Formen und gilt als die wirksamste Supplementform.
Dosierung: Was sinnvoll ist
Die DGE empfiehlt 20 µg (800 I.E.) Vitamin D3 täglich. Die EFSA sieht eine sichere obere Grenze bei 100 µg (4.000 I.E.) pro Tag. Viele Menschen, besonders in den Wintermonaten, benötigen mehr als die DGE-Empfehlung, um einen optimalen Blutspiegel zu erreichen. Ein Bluttest gibt Klarheit.
Für K2 (MK-7) werden 60–200 µg täglich diskutiert. Bei der Einnahme von Blutverdünnern (Vitamin-K-Antagonisten) sollte Vitamin K2 nur nach ärztlicher Abklärung supplementiert werden.
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3 Tropfen pro Tag liefern 75 µg (3.000 I.E.) Vitamin D3 und 60 µg Vitamin K2. Präzise dosierbar, keine Kapseln, keine unnötigen Zusätze.
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Sinnvolle Kombination: D3/K2 und Magnesium
Magnesium ist ein wichtiger Cofaktor für den Vitamin-D-Stoffwechsel. Ohne ausreichend Magnesium kann Vitamin D im Körper nicht optimal aktiviert werden. Wer D3/K2 supplementiert, sollte die Magnesiumversorgung nicht vernachlässigen.
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Fazit
Vitamin D3 und K2 sind zwei Vitamine, die als System funktionieren. D3 mobilisiert Kalzium, K2 steuert es. Wer nur eines nimmt, nutzt die volle Wirkung nicht. Wer beide in der richtigen Form und Dosierung kombiniert, unterstützt Knochen, Immunsystem und Kreislauf gleichzeitig.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen bitte einen Arzt konsultieren.